Jagdgebrauchshundverein Ostetal e. V.
Das 50-jährige Vereinsjubiläum am 31. August 2019 an der Oste in Eitzmühlen war ein voller Erfolg. Günter Ludwigs aus Brillit, Vereinsmitglied der ersten Stunde, hielt eine hochinteressante Festrede. Fotos befinden sich in den Ordnern 'Fotos' - 'Jubiläum 2019 I' und 'Jubiläum 2019 II'. Weitere Fotos von der Veranstaltung folgen in Kürze.
Unser Jagdgebrauchshundverein Ostetal besteht jetzt 50 Jahre und kümmert sich um die Ausbildung und Prüfung der Jagdhunde in der Region. Das war ein Grund zum Feiern mit den Mitgliedern und Ehrengästen an der Oste in Eitzmühlen. Vereinsvorsitzender Heiko Rubach aus Kuhstedt konnte etwa 150 Gäste begrüßen, die bei allerbestem Sommerwetter einen gemütlichen Grillabend an der Wassermühle verbrachten. Mit leckeren Spezialitäten von Reh, Hirsch und Wildschwein wurden die Gäste verwöhnt. Die Jagdhornbläsergruppen der Jägerschaften Bremervörde und Zeven sorgten für den musikalischen Rahmen. Die neue Vorsitzende der Jägerschaft Zeven, Behlke Mohrmann, überbrachte Grußworte der Jägerschaften und bescheinigte dem Vorstand und den  Hundeführern des JGV Ostetal hervorragende Arbeit in der Hundeausbildung. Anschließend hielt Gründungsmitglied Günter Ludwigs aus Brillit einen launigen Rückblick auf die 50-jährige Vereinsgeschichte. Er erinnerte an einige "Originale" unter den Hundeführern und Ausbildern. Er führte aus, die langjährigen Vorsitzenden Hans Pape aus Selsingen und Reinhard Kücks aus Zeven hätten den Verein geprägt und auch der jetzige Vorsitzende, Heiko Rubach aus Kuhstedt, sei dem unaufgeregten Führungsstil treu geblieben. Bemerkenswert sei, dass es in 50 Jahren nur fünf Vereinsvorsitzende gegeben habe. Ludwigs übte aber auch Kritik und beklagte, dass es bei vielen heutigen Hundeführern beim Grundwissen um einfache jagdliche Dinge und die Ernsthaftigkeit des jagdlichen Tuns schlecht bestellt ist. So würden Hunde zu Hundeprüfungen vorgestellt, die kaum vorher eingearbeitet seien.
Dem stellvertretenden Vereinsvorsitzenden, Stefan Lorenz aus Brillit, oblag es, einige Vereinsmitglieder für besondere Leistungen um das Jagdgebrauchshundewesen mit Medaillen des Jagdgebrauchshundverbandes auszuzeichnen. Das Leistungszeichen in Bronze erhielten Jonny Willen aus Bremervörde, Claus und Sandra Wilkens aus Basdahl, Günter Ludwigs aus Brillit und Heiko Rubach aus Kuhstedt. Das Leistungszeichen in Silber erhielt Reinhard Kücks aus Zeven. 
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Geburtstage im November (ab 70 Jahre)

15.11.2019: Dr. Hermann Gerken, Zeven, 72 Jahre

30.11.2019: Harry Flau, Selsingen, 71 Jahre


Geburtstage im Dezember (ab 70 Jahre)

08.12.2019: Hans-Peter Toll, Kempen, 74 Jahre

16.12.2019: Hans Gerken, Klein Meckelsen, 87 Jahre

20.12.2019: Friedrich Meyer, Ostendorf, 78 Jahre

24.12.2019: Johann Puvogel, Bülstedt, 70 Jahre

28.12.2019: Johann Steffens, Lavenstedt, 76 Jahre

31.12.2019: Adolf Pape, Eitzte, 82 Jahre


Dazu gratulieren wir recht herzlich und wünschen allen eine gute Gesundheit.


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Pressemitteilung des Jagdgebrauchshundverbandes e. V. vom 03. November 2019

Büchsenknall und Hundegeläut - Zeit der Bewegungsjagden

Die Bewegungsjagd auf Schalenwild unter Einsatz von Jagdgebrauchshunden gewinnt seit Jahren zunehmend an Bedeutung. Die jagdlichen Verhältnisse in Deutschland haben sich grundlegend geändert. Riesige Maisschläge, schneearme Winter und eine bis dato unbekannte Häufigkeit von Mastjahren bei Buche und Eiche führen zu einer Explosion der Schwarzwildbestände. Der u.a. durch Stürme und Schadinsekten beschleunigte Umbau der Wälder in naturnahe, stufige und artenreiche Bestände, verbessert die Äsungs- und Deckungsmöglichkeiten für Schalenwild. Allein mit der Einzeljagd sind vielerorts die Wildbestände oft nicht mehr zu bejagen.

 
Die richtig durchgeführte Stöberjagd mit geeigneten Jagdhunden, ist eine reizvolle, tierschutzkonforme und gleichzeitig effektive Ergänzung der klassischen Ansitzjagd. Die bei dieser Jagdform eingesetzte Jagdhunderasse ist dabei von untergeordneter Bedeutung. Zum Stöbern geeignete Jagdhunde müssen einen ausgeprägten Finderwillen haben, laut jagen und orientierungssicher sein. Ein gutes und sicheres Sozialverhalten ist ebenso wichtig, wie Wildschärfe und körperliche Fitness.
Bei der Vorbereitung einer Stöberjagd sind die wildbiologischen Verhaltensweisen der zu bejagenden Wildarten zwingend zu beachten. Die Differenzierung in „Hundeführerstände“ und „Schützenstände“ ist für den Erfolg der Jagd ebenso entscheidend, wie die Frage, ob Hunde vom Stand geschnallt werden sollen, von Hundeführern im Treiben begleitet werden oder beide Varianten des Hundeeinsatzes angewendet werden sollen.
Hundeführer sind bei einer Stöberjagd Dienstleister und von allenfalls anfallenden Jagdbetriebskosten freizustellen.

Der Jagdgebrauchshundverband e.V. (JGHV) ist mit mehr als 140.000 Einzelmitgliedern der Spitzenverband des Jagdhundewesens in Deutschland und nimmt die Interessen der Jägerinnen und Jäger wahr, die einen Jagdgebrauchshund im Jagdbetrieb führen. Die im JGHV organisierten Jägerinnen und Jäger leisten mit ihren gut ausgebildeten und geprüften Hunden einen wichtigen Beitrag bei der effektiven und tierschutzkonformen Jagd. Jagdgebrauchshunde sind dabei nicht nur Hunde „mit Beruf“, sondern auch liebenswerte Mitglieder in den Familien der Jäger.

Als Fachverband führt der JGHV Fortbildungsseminare zum Thema „Stöber-jagd mit Hunden“ durch. Die im JGHV zusammengeschlossenen Zucht- und Prüfungsvereine bieten eine Reihe von Prüfungen an, auf denen die Eignung von Hunden zur Stöberjagd überprüft und dokumentiert wird. Die Durchführung von Jagden unter Einsatz arbeitsteilig jagender Meuten, lehnt der JGHV aus Tierschutzgründen ebenso ab, wie den Einsatz stumm jagender Hunde.

Neben dem Einsatz entsprechend geeigneter Jagdgebrauchshunde zum Stöbern, sind bei allen Bewegungsjagden qualifizierte Nachsuchenhunde, die den hohen Anforderungen, der im Rahmen dieser Jagdform anfallenden Arbeiten, gewachsen sind und gemeinsam mit ihren Führern über ein entsprechendes Maß an Erfahrung verfügen, vorzuhalten. Der Jagdgebrauchshundverband e.V. wünscht allen Jägerinnen und Jägern, ganz besonders aber den Hundeführern unter diesen, eine erfolgreiche und unfallfreie Jagdsaison.

JGHV e.V.


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